Ein Vorzelt als Ganzzelt oder als Teilzelt, das sollte bei der Entscheidung helfen!

Die Entscheidung Ganz- oder Teilzelt hängt vom Einsatz und den individuellen Bedürfnissen ab.

Teilvorzelt oder GanzvorzeltSowohl Ganzzelte als auch Teilzelte haben ihre Vor- und Nachteile. Die Ausgangsvoraussetzungen bestimmen maßgeblich, wann sich eher ein Ganzelt oder ein Teilzelt eignet. So ist es wichtig zu wissen, mit welchem Gefährt der Camper unterwegs ist und welchen Zweck das Zelt erfüllen soll. Für kleine Caravans und Wohnmobile bietet sich ein Ganzzelt an. Wer mit dem VW Bulli oder einem vergleichbaren Modell unterwegs ist, für den reicht oft ein Teilzelt aus. Kriterien wie Dauer des Aufenthalts, die Jahreszeit und die klimatischen Bedingungen sind für die Entscheidung unerlässlich. Der Camper sollte sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, auf welchen Komfort er Wert legt und auf welchen er nicht verzichten kann. Ebenso ist für die Kaufentscheidung ausschlagend mit wie vielen Personen er sich das Zelt teilt. Ganzzelte und Teilzelte erfüllen je nach Qualitätssegment sehr unterschiedlich Funktionen. Sie sind unterschiedlich variabel, robust und materialbeständig. Qualität und Variabilität einzelner Komponenten führen zu einer großen Preisspanne. Als Wohnersatz, zum Dauercampen oder für Exkursionen in klimatisch schwierigen Gegenden sind die Anforderungen von vornherein ganz andere als für Saison- und Urlaubsreisen.

Es gibt die unterschiedlichsten Typen unter den Ganz- und Teilzelten

Wer es sich leisten kann, schafft sich ein Wohnmobil an. Im Angebot sind die kleinen Wendigen bis zum halben Truck. Es gibt allein schon von der Größe her eine umfangreiche Variationsbreite. Die Ausstattungsmerkmale reichen von einer Miniferienwohnung bis zur luxuriösen Zweitwohnung. In den Riesenwohnmobilen kann sogar manchmal ein kleiner Flitzer untergebracht werden. Logischerweise wird damit der Typ des Vorzeltes schon vorbestimmt. Üblich ist, sich bei großen Wohnmobilen für ein Teilzelt zu entscheiden. Teilzelte mit Kuppeldach haben im Sommer neben dem ästhetischen Wert vor allem eine Schutzfunktion. Für ein Ganzzelt im Winter gibt es Spezialmaterialien, die vor Kälte und Feuchtigkeit besser schützen. Ab einer bestimmten Länge des Wohnmobils oder Wohnwagens wäre ein Ganzzelt auf reisen zu sperrig und unnötig teuer. Um sich Kosten einzusparen kaufen sich manche Camper einen kleinen Caravan oder ein kleines Wohnmobil und bauen dann ein Ganzzelt davor, um so für zusätzlichen Platz und Komfort zu sorgen. Hinzu kommen die vielen Vorteile eines Ganzzeltes bedingt durch alle möglichen Extras (Dachvorbauten, Türen und Fenster, Anbauzelte wie Küchen oder Gerätezelte). Die Alternative zum Wohnmobil ist der Caravan bzw. der Wohnwagen. In die Kaufentscheidung Wohnmobil oder Caravan fließt die Überlegung ein, dass das Auto vor dem Caravan für mobile Unabhängigkeit sorgt. Gerade Kulturinteressierte lieben es mit dem Auto in die Städte fahren zu können. Auto plus Caravan erfordert auf Straßen allerdings eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Mit dem Bulli der Weltenbummler fing alles an

In den 60er und 70er Jahren waren viele Leute mit dem Bulli unterwegs. Aus Platzgründen war oft ein Ausbau nötig. Viele hatten ihren Bulli nach oben hin ausgebaut, andere haben in Zelten übernachtet. Ob Wohnmobil oder Wohnwagen, ohne ein Vorzelt auszukommen, können sich viele Camper heute nicht mehr vorstellen. Besonders ein Ganzzelt bietet viel Stau- und Gemeinschaftsraum, Schutz vor Sonne und Regen sowie Platz für funktionale Zwecke wie dem Trocknen von Wäsche. Sportler und Familien lieben die Ganzzelte, weil durch sie ein Maximum an Wohn- und Nutzfläche hinzugewonnen wird. Im Gegensatz zum Teilzelt sind die Ausführungen des Ganzzeltes sehr spezialisiert. Das fängt bei den Seitenteilen und Vorderfronten an, die teilweise herausgenommen werden können und hört beim Dach auf, das mit Vordach zu bekommen ist. Vor allem die Vorderfront ist mit Fenstern und Türen erhältlich. Die Fenster gibt es mit glänzender und matter Folie oder mit Gaze zur Belüftung und als Insektenschutz. Zum Verdunkeln und als Sonnenschutz werden Vorhänge angeboten. Die Türen funktionieren per Reißverschluss. Der Vorteil beim Ganzzelt sind die vielen strapazierfähigen, robusten Materialien, die verarbeitet wurden. Beim Ganzzelt wird auf besondere Ansprüche eingegangen. Das Zubehör besteht aus sehr stabilen Elementen wie den Stützstangen aus Stahl oder den beidseitig beschichteten Zeltplanen. Das Teilzelt ist meist nicht so variabel in der Ausführung und vor allem nicht aus einem so robusten und stabilen Material. Ein Teilzelt eignet sich gut für Reisen und kleine Unternehmungen. Beim Teilzelt geht es nicht in erster Linie um den Platz.

Teilzelt oder Ganzzelt – ein Teilzelt schafft Atmosphäre

Während sich ein Ganzzelt über die gesamte Länge des Wohnmobils oder Wohnwagen erstreckt, beschränkt sich das Teilzelt auf ein Teilstück und verschönert dies oder schützt. Aufgrund der Fläche ist es ein wenig Luxus auf geringem Raum. Funktional ist es und bietet neben einen Sonnen- und Regenschutz auch einen Schutz gegen unangenhemen Wind. Schwierigen Witterungsverhältnissen hält ein einfachen Teilzelt meist nicht so gut stand. Das liegt an der Konstruktion mit teils hochwertigen aber äußerst leichten Materialien. Ein Teilzelt mit herausnehmbaren Seitenteilen ist schnell auf- und abgebaut, erfüllt aber keine umfänglichen Wünsche. Im Gegensatz zum Ganzzelt werden modernere und edlere Materialien verarbeitet. So gibt es Konstruktionen aus Fieberglas oder Carbonfaser mit Baumvolldach oder leichten Kunstfasern. Der Nachteil ist, dass die hochwertigsten Materialien auch einen hohen Preis haben. Ein Teilzelt ist nichts für Dauercamper, es bietet den Komfort des teilweisen Schutzes auf Reisen und ist blitzschnell aufgebaut. Baumwolle wirkt sehr klimaausgleichend, hat aber den Nachteil, dass sie sehr schmutzempfindlich ist, schnell ausbleicht und bei Regen durchnässt. Andere leichte Materialien, aus denen ein Teilzelt besteht sind Polyester, Trailtex oder Airtex. Das sind moderne Kunstfasern mit guten Eigenschaften gegen UV-Strahlen. Sie sind sehr farbbeständig und leicht, rascheln aber bei Wind und Regen. Teilzelt und Ganzzelt gemeinsam ist die Form der Befestigung. Beide Systeme werden über die Kederschiene mit dem Wohnmobil oder Caravan verbunden.

Fazit zum Thema Ganzvorzelt oder Teilvorzelt:

Die Entscheidung ob Teilzelt oder Ganzzelt wird dem Camper durch die Art des Wohnmobils, Wohnwagen oder Busses und den Ansprüchen meist schon abgenommen. Für den Dauercamper kommt nur ein Ganzzelt mit robustem Gestänge und widerstandsfähigem, doppelt beschichtetem Zelt in Frage. Die gesamte Konstruktion des Ganzzeltes ist in der Ausführung sehr widerstandsfähig. Das liegt daran, dass das schwere Zelt mit doppelter Beschichtung und Stahlstangen viel aushält. Es ist aber nicht atmungsaktiv. Deshalb ist das Ganzzelt auf Fenster, Türen und Gase angewiesen, der Belüftung wegen. Die Vorderfront und Seitenteile sind meist herausnehmbar. So wir aus einem Vorzelt schnell eine Veranda. Das Vordach schützt vor Sonneneinstrahlung. Es gibt Ganzjahresganzzelte für extreme Minusgrade mit kälteabweisenden Böden, Seitenteilen und Dachkonstruktionen. Das Dauerzelt schafft viel Platz und Fläche, es ist komfortabel, aber aufgrund der Beschaffenheit des Materials schwer aufzubauen. Die Vorteile des Teilzeltes sind die modernen, edlen Materialien, die das Zelt leicht machen. Die Materialien sind leicht handelbar, flexibel und leicht auf- und abzubauen. Deshalb werden sie gern auf Reisen mitgenommen und an größere Wohnmobien und Wohnwagen angebaut. In erster Linie erfüllt ein Teilzelt eine Schutzfunktion im Außenbereich von Frühling bis Herbst.

Foto: Fotolia Urheber: Imaginis

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